Restaurant Géosmine – der Duft von Erde mitten in Paris
Im Restaurant «Géosmine» im Pariser Quartier Oberkampf bezaubert Maxime Bouttier mit einer modernen Küche, die reduziert, sinnlich und überraschend zugänglich ist.
Schon beim Betreten der loftartigen ehemaligen Textilfabrik im 11. Arrondissement wird klar: Hier ist jedes Detail Teil des Konzepts. Recycelte Holztische, sorgfältig ausgewähltes Geschirr und ein Blick durch eine Glasplatte in den Weinkeller schaffen eine warme, moderne Atmosphäre. Der Service ist aufmerksam und herzlich. Positiv für Gäste: Ein vegetarisches Menü ist jederzeit möglich – passend zur klaren Ausrichtung auf saisonales Gemüse.
Eine kulinarische Reise durch die Gemüsewelt
Der Name Géosmine steht für den Duft frisch gepflügter Erde – und genau dieses sensorische Motiv zieht sich durch das Menü von Maxime Bouttier. Bereits die leicht rauchige Butter zum Brot und Grissini mit Kalamata-Mayonnaise eröffnen eine aromatische Reise. Ein Tartelette mit Broccoli und Zitrusfrüchten zeigt die präzise Balance zwischen Frische und Tiefe. Calamares mit Totentrompeten und Steinpilzen, begleitet von geräuchertem Thunfischmousse, bringen Umami und Eleganz auf den Teller.


Weiter geht es mit bretonischen Bohnen an Sauce, die so köstlich ist, dass man ich sie unbedingt «saucer» muss, was auf Deutsch so viel heisst, wie die Sauce aufzuputzen. Während das Gegenüber als Hauptgang eine frische Dorade an fermentierter Tomatensauce mit Aubergine geniesst, werden mir ebenso köstliche kleine Zucchetti-Kugeln mit Aubergine serviert. Zum Pré-Dessert überrascht Maxime Bouttier uns mit einem absolut grandiosen Fromage blanc mit Salbei und Gurke. Das höchste der Gefühle in Sachen Genuss kommt zum Schluss: das Signature-Dessert, eine Kugel aus Schokolade, deren Inhalt verschiedene Texturen und Temperaturen vereint – die wir nicht so schnell wieder vergessen werden.
Der neue Michelin-Star am Gourmethimmel

Es überrascht nicht, dass der aus dem französischen Département Sarthe stammende junge Koch bereits als einer der kommenden Stars am Pariser Gourmethimmel gefeiert wird. Einen Michelin-Stern hat er bereits. Und dennoch bekommt man zumindest über Mittag auch noch kurzfristig einen Tisch. Wer allerdings abends im «Géosmine» speisen will, muss sich seinen Tisch bereits einige Wochen vorher sichern.
Géosmine, 71 Rue de la Folie Méricourt, 75011 Paris, www.geosmine.com, Mittagsmenu Carte blanche für 80 Euro.
Métrostation Parmentier, Busstation Ferry-Lenoir




6 Kommentare
Der Link ‚Anfrageformular für Slow in the City-Reisen‘ funktioniert auf meinem iMac (Chrome) leider nicht …?
Ciao Sybille, danke für Deinen Hinweis. Jetzt müsste es klappen. Und ansonsten auch noch hier: https://travelcollective.ch/slowinthecity Gruss, -andreas für Slow in the City-
Witzig, dass ihr von all den Pariser Hotels ausgerechnet das empfehlt, in dem wir letzten August zu Besuch waren. Die (auch dort) winzigen Zimmer ist man in Paris ja gewohnt, die 190 cm langen Betten waren für meinen 197 cm großen Mann Tobias aber inakzeptabel. Die Lage des ‚La Planque‘ zwischen dem hippen Canal St. Martin und dem bunten Belleville ist allerdings wunderbar.
Hally Sybille, danke für Deinen Input. Hast Du hier vielleicht eine Marktlücke erspäht? Arbeitstitel für einen neuen Hotel-Blog: Grossartige Hotels für grosse Leute. Oder so. Gruss, -andreas, Slow in the City-
da will ich hin! danke für den tipp liebe silvia!
Danke liebe Sabín! Es lohnt sich wirklich, diese Ecke von Paris mit der tollen Street Art zu besuchen!
Silvia von Slow in the City